Datenschutz und Sicherheit
Die Abrechnung wird auf dem Praxisrechner ausgewertet. Es gibt keinen Upload der Abrechnungsdatei, keine Cloud-Verarbeitung von Gesundheitsdaten und keine Telemetrie.
Was verlässt meinen Rechner?
Diese Übersicht gilt für die Desktop-App. Sie steht gleichlautend in der App selbst und in der Datenschutzerklärung.
| Verbindung | Inhalt | Patientendaten? |
|---|---|---|
| App → Lizenzserver (uns) | Lizenzschlüssel, Geräte-ID (zufällig), Gerätename (der Text, den Sie vergeben – zum Beispiel „Empfang“), öffentlicher Geräteschlüssel, App-Version, Betriebssystem | nein |
| App → Update-Server (uns) | App-Version, Plattform; Download signierter Updates, Regelpakete, EBM-Datenbanken | nein |
| App → KBV (Rückfallebene) | Download der Stammdaten direkt bei update.kbv.de | nein |
| Rückmeldung zu einem Hinweis (nur nach Zustimmung) | Regel-Kennung, Gebührenordnungsposition, „trifft nicht zu“, Programmversion | nein |
Die App sendet keine Betriebsstättennummer und keine Arztnummer. Beide geben Sie einmalig bei der Registrierung selbst an. Danach stehen sie verschlüsselt in der Lizenzdatei, die die App bezieht, und sind an das freigeschaltete Gerät gebunden: Nur dieses Gerät kann sie lesen. Eine kopierte Lizenzdatei, eine Sicherung oder eine Protokolldatei gibt sie nicht preis.
Der Gerätename ist ein Freitext, den Sie selbst vergeben. Er wird bei uns gespeichert und im Kundenkonto angezeigt, damit Sie das richtige Gerät abmelden können. Bitte tragen Sie dort keine Patienten- oder Personennamen ein.
Die Abrechnungsdatei selbst, einzelne Fälle, Patientennummern, Namen oder Diagnosen werden nie übertragen. Die Betriebsstättennummer ist eine Kennung der Praxis, kein Patientendatum; die Arztnummer bezeichnet eine bestimmte Ärztin oder einen bestimmten Arzt und ist deshalb ein personenbezogenes Datum – Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.
Rechtliche Einordnung
| Thema | Einordnung |
|---|---|
| § 393 SGB V (C5-Testat für Cloud-Dienste) | greift nicht: Es findet keine Cloud-Verarbeitung von Gesundheitsdaten statt. Die Software läuft lokal in der Praxis. |
| Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO), § 203 StGB | kein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig, solange wir keinen Zugriff auf Patientendaten haben. Für eine Fernwartung schließen wir vorher einen gesonderten Vertrag mit Verschwiegenheitsverpflichtung. |
| DSGVO für Kundendaten | gilt für Konto-, Rechnungs- und Lizenzdaten. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung. |
| Medizinprodukt (MDR) | Die Software dient der Abrechnung, nicht einem medizinischen Zweck. |
| Rechtsdienstleistungsgesetz | Die Ergebnisse sind Hinweise, keine Abrechnungsberatung. |
Sicherheit der Software
Keine Netzwerkdienste auf Ihrem Rechner
Die Auswerte-Engine läuft als Kindprozess und wird nur über die Standardein- und -ausgabe angesprochen. Es wird kein Port geöffnet, auf den andere Programme oder das Praxisnetz zugreifen könnten.
Signierte Programme
Für macOS ist die App mit einer Apple Developer ID signiert und bei Apple notarisiert, für Windows mit einem Code-Signing-Zertifikat.
Signierte Updates und Daten
App-Updates, Regelpakete und EBM-Datenbanken sind digital signiert (Ed25519). Die Signatur wird vor der Installation geprüft; ein verändertes Paket wird abgelehnt, ein fehlgeschlagenes Update zurückgerollt.
Kein nachgeladener Programmcode
Regelpakete und EBM-Datenbanken sind reine Daten. Ausführbarer Code kommt ausschließlich über das signierte App-Update.
Keine Telemetrie
Außer der Lizenz- und Updateprüfung sendet die App nichts. Protokolle bleiben lokal und enthalten keine Patientendaten; das wird automatisiert geprüft.
Vorsichtiger Umgang mit Eingabedateien
Abrechnungsdateien gelten als nicht vertrauenswürdige Eingabe: Größenbegrenzung, robuste Fehlerbehandlung und gezielte Tests des Einlesers mit fehlerhaften Dateien.
Nachvollziehbare Lieferkette
Feste Abhängigkeiten, Prüfung auf bekannte Schwachstellen beim Bauen und eine Software-Stückliste (SBOM) je Version.
Unabhängige Prüfung
Vor dem Verkaufsstart werden App, Update-Kette und Lizenzserver von externen Prüfern untersucht.
Wo Ihre Daten liegen
| Daten | Ort | Löschung |
|---|---|---|
| Stammdaten, Regelpakete, Lizenz, Einstellungen | Datenordner der App im Benutzerprofil | bei der Deinstallation auf Wunsch |
| Berichte (PDF, CSV, JSON) | Ordner, den die Praxis festlegt – auch ein Netzlaufwerk | nach der eingestellten Aufbewahrungsfrist (Vorgabe 90 Tage) oder von Hand |
| Verlauf (Kennzahlen ohne Patientendaten) | Datenordner der App | mit dem zugehörigen Bericht |
| Die gewählte Abrechnungsdatei | bleibt, wo sie ist – sie wird nur gelesen | – |
Die Berichte enthalten Gesundheitsdaten. Für den Speicherort ist die Praxis verantwortlich, so wie für die Daten des Praxisverwaltungssystems.
Schwachstellen melden
Wenn Sie eine Sicherheitslücke in unserer Software oder unseren Diensten gefunden haben, melden Sie sie bitte an security@kv-optimizer.de. Maschinenlesbar steht die Adresse in unserer security.txt nach RFC 9116.
Unser Ablauf nach dem Cyber Resilience Act
- Eingang und Empfangsbestätigung.
- Bewertung, ob die Schwachstelle ausnutzbar ist und ob sie aktiv ausgenutzt wird.
- Bei einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle: Frühwarnung binnen 24 Stunden und Meldung binnen 72 Stunden über die Meldeplattform der ENISA, koordiniert mit dem CERT-Bund.
- Bereitstellung eines Sicherheitsupdates über den Update-Kanal der App, bei Bedarf als Pflicht-Update.
- Abschlussbericht 14 Tage nach der Behebung sowie koordinierte Veröffentlichung.
Bitte geben Sie uns Gelegenheit, eine Lücke zu schließen, bevor Sie sie veröffentlichen. Nutzen Sie für Ihre Prüfungen bitte keine echten Abrechnungs- oder Patientendaten.
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